ADR 1000 Punkte Regel

Die 1000-Punkte-Regel ist ein wichtiger Bestandteil der ADR-Vorschriften (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route), die den internationalen Transport gefährlicher Güter auf der Straße regeln. Diese Regel wird angewendet, um zu bestimmen, ob ein Fahrzeug mit Gefahrgut als "Großmengentransporter" eingestuft wird und daher strengeren Sicherheitsanforderungen unterliegt.

 

Hier ist eine vereinfachte Erklärung der 1000-Punkte-Regel:

 

Zuweisung von Punkten: Jeder Gefahrgutklasse werden gemäß den ADR-Vorschriften bestimmte Punktwerte zugewiesen. Diese Punktwerte spiegeln das relative Risiko wider, das mit dem Transport jeder Gefahrgutklasse verbunden ist.

 

Berechnung: Für jeden Gefahrgut-Transport wird die Menge jeder Gefahrgutklasse mit ihrem jeweiligen Punktwert multipliziert. Die resultierenden Produkte werden dann addiert, um die Gesamtpunktzahl für die Ladung zu ermitteln.

 

1000-Punkte-Schwelle: Wenn die Gesamtpunktzahl der Ladung 1000 Punkte überschreitet, wird das Fahrzeug als Großmengentransporter eingestuft. Dies hat zur Folge, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Vorschriften befolgt werden müssen, wie z.B. spezielle Kennzeichnung des Fahrzeugs, Fahrzeug- und Fahrerausstattung, sowie strengere Betriebsprozeduren.

 

Ziel der Regel: Das Ziel dieser Regel ist es, den Transport gefährlicher Güter sicherer zu machen, indem Fahrzeuge mit höherem Risiko identifiziert und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.